Holland: Kunden testen Handy-Geldbörse im Supermarkt
NFC-Technologie steht kurz vor dem Durchbruch

In den Supermärkten der holländischen Lebensmittelkette C1000 soll man zukünftig seine Einkäufe mit dem Handy bezahlen können. Aus diesem Grund hat das Unternehmen in einer seiner Fillialen ein umfangreiches Pilot-Projekt gestartet. Kassensystem und Mobiltelefone von 100 Kunden wurden mit sogenannten NFC-Chips versehen, die auf kurzer Distanz einen kontaktlosen, sicheren Datenaustausch ermöglichen.
Das Bezahlen mit dem Handy spart Zeit
Bezahlt wird der Einkauf, in dem der Kunde einfach sein Handy an ein Lesegerät hält und eine PIN eingibt. Der NFC-Chip im Handy übermittelt dann eine Identifikationsnummer, die zum Bankkonto des Kunden gehört. C1000-Besitzer Wout van der Wal zufolge sind die Kunden wegen der Einfachheit des Systems begeistert. "Mit dem Handy bezahlen spart Zeit und Ärger und reduziert so die Warteschlangen", so der Supermarkt-Chef.
Vielfältige Anwendungen
Experten sehen die NFC-Technologie kurz vor dem Durchbruch. Dabei sind zahlreiche Anwendungen möglich - nicht nur die Zahlungsfunktion. Es sei zum Beispiel vorstellbar, ein NFC-Handy vor das Poster eines Künstlers zu halten und dann automatisch Videoclips, Klingeltöne und Songs aufs Handy laden zu können. Einzig die Netzbetreiber sind noch nicht von NFC-Handy begeistert, findet doch die Datenübertragung ohne ihr Mobilfunknetz statt.
vom 12.10.2007