Deutschland in Pionierrolle
Zahl der LTE-Anschlüsse wächst auf 34 Millionen bis 2016

Der Branchenverband Bitkom hat Ergebnisse aus einer aktuellen Studie des European Information Technology Observatory (EITO) zur Verbreitung des Mobilfunkstandards LTE in den kommenden Jahren veröffentlicht. Demnach soll hierzulande die Anzahl der mobilen Breitbandanschlüsse bis 2016 von rund 100.000 Anschlüssen im vergangenen Jahr auf 34 Millionen steigern. Damit liegt Deutschland an der Spitze aller westeuropäischen Länder.
Der Studie zufolge sollen zu diesem Zeitpunkt in Westeuropa rund 37 Prozent der Einwohner über den Mobilfunkstandard der vierten Generation ins Internet gehen, der Anteil in Deutschland soll bei 41 Prozent liegen.
Deutschland profitiere dabei von der frühzeitigen Nutzung der aus der sogenannten digitalen Dividende freigemachten Rundfunk-Frequenzen. Diese waren durch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks frei geworden und sollten vor allem zur Anbindung bisher schlecht an das Breitbandnetz angeschlossener Regionen dienen. Die kommerzielle Nutzung des Mobilfunkstandards konnte dadurch bereits Ende 2010 starten. In vergleichbaren Ländern Westeuropas startete diese erst im laufenden Jahr.
Die Telekommunikationsunternehmen werden bis 2015 voraussichtlich zwischen acht und zehn Milliarden Euro in den LTE-Ausbau investieren. Außerdem berichtet der Bitkom, dass es aktuell zu Verzögerungen im Breitband-Ausbau komme, da Anträge auf den Ausbau bestehender Mobilfunkstationen auf den neuen Mobilfunkstandard von der Bundesnetzagentur nicht schnell genug bearbeitet würden.
vom 17.08.2012