Fokus auf mobile Anwendung
Facebook dementiert Smartphone-Pläne

Seit einigen Monaten spekuliert die Welt über Facebooks Pläne, ein eigenes Smartphone zu bauen. Doch ein solches Facebook-Phone wird es in nächster Zukunft nicht geben, Konzernchef Mark Zuckerberg dementierte auf der jüngst abgehaltenen Anleger-Konferenz alle diesbezüglichen Gerüchte. Stattdessen möchte das soziale Netzwerk den Fokus der Entwicklung stärker auf die mobile Erfahrung verlagern, schreibt das Portal Androidcentral.
Im Laufe der vergangenen Monate gab es immer wieder Hinweise auf die Veröffentlichung eines Facebook-Phones. So hat etwa die Nachrichtenagentur Bloomberg kürzlich berichtet, dass das Gerät in Kooperation mit HTC Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommen könnte. HTC gilt bereits seit längerem als möglicher Partner Facebooks hinsichtlich der Smartphone-Pläne.
Ein eigenes Gerät würde aber "wenig Sinn ergeben", so Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf der Anleger-Konferenz. Stattdessen möchte man sich auf existierende Geräte und Betriebssysteme fokussieren. Hierbei strebt das soziale Netzwerk unter anderem eine tiefere Integration der Anwendung in die Systeme an.
Quartalsbilanz: Kaum Gewinn, steigende Nutzerzahlen
Im Rahmen der Konferenz präsentierte Facebook außerdem die Bilanz für das erste Quartal des Unternehmens seit dem Börsengang im Mai 2012. Der Zeitraum von April bis Juni bescherte dem sozialen Netzwerk einen Verlust von umgerechnet 127 Millionen Euro.
Verantwortlich dafür war unter anderem die schon länger fällige Ausschüttung von Aktien an die Mitarbeiter. Der Umsatz belief sich auf umgerechnet knapp eine Milliarde Euro. 84 Prozent davon ist dem Werbegeschäft zu verdanken, welches gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent rentabler geworden ist.
Die Zahl der Facebook-Nutzer stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29 Prozent auf 955 Millionen an. Drastischer ist der Zuwachs bei den Nutzern der mobilen Anwendung: Hier verzeichnet das soziale Netzwerk inzwischen 543 Millionen User - 67 Prozent mehr als im Vorjahr.
vom 27.07.2012