Erstes Quartal
Vodafone erwirtschaftet mehr Umsatz mit weniger Kunden

Vodafone Deutschland ist mit einem Umsatzplus und etwas weniger Kunden ins neue Geschäftsjahr gestartet. Wie der Konzern soeben mitteilte, stieg der Service-Umsatz über alle Sparten im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 2,257 Milliarden Euro. Treiber der positiven Entwicklung waren einmal mehr die mobilen Datendienste (+19,6 Prozent) sowie das Geschäft mit Firmenkunden (+7,8 Prozent) und Kurznachrichten (+7,6 Prozent).
Gleichzeitig musste der Netzanbieter jedoch einen leichten Rückgang (-0,6 Prozent) bei den Mobilfunkkunden hinnehmen. Demnach kamen im ersten Quartal zwar 152.000 neue Vertragskunden hinzu. Durch die gleichzeitige Ausbuchung inaktiver Prepaid-Nutzer blieben mit 35,806 Millionen unterm Strich aber 218.000 Kunden weniger als noch im Vorjahr.
Der Service-Umsatz im Mobilfunk stieg das neunte Quartal in Folge und lag bei 1,726 Millionen Euro (+5,3 Prozent), wovon allein 492 Millionen Euro auf das Datengeschäft entfielen. Grund dürfte vor allem die zunehmende Verbreitung von Smartphones sein: Laut Vodafone telefonierten im ersten Quartal bereits 25,6 Prozent der Vertrags- und 12,9 Prozent der Prepaid-Kunden mit einem solchen Gerät.
Insgesamt haben Vodafone-Kunden im abgelaufenen Quartal 14,250 Milliarden Minuten und damit 8,9 Prozent mehr telefoniert als in der Vorjahresperiode. Der durchschnittliche Erlös pro Kunde stieg dabei um 4,1 Prozent auf 15,9 Euro. Zum Ende des Berichtszeitraums verzeichnete Vodafone zudem 193.000 LTE-Kunden und erreichte nach eigenen Angaben mit etwa 2.900 Basisstationen über 15 Millionen Haushalte in rund 50 Städten.
Gesamtkonzern macht Südeuropa zu schaffen
Gleichzeitig musste der Gesamtkonzern ein deutlich schwächeres Ergebnis bekannt geben. Demnach legte der Umsatz des weltgrößten Mobilfunkers organisch zwar um ein Prozent zu, fiel jedoch unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten um 7,7 Prozent auf 10,77 Milliarden Britische Pfund.
Der Mobilfunk-Umsatz stieg leicht um 0,6 Prozent (wechselkursbereinigt), allerdings geringer als erwartet. Grund war laut eigenen Angaben das konjunkturell schwache Geschäft in Spanien, Italien und dem Heimatmarkt Großbritannien. Auch hier war die mobile Datennutzung mit einem Plus von über 17 Prozent (wechselkursbereinigt) Wachstumstreiber Nummer eins.
vom 20.07.2012