Einkünfte gehen in den Keller
[Gerücht]
ZTE will 12.000 Stellen streichen

Der Smartphone-Hersteller und Netz-Ausrüster ZTE hat mit starken Einbußen zu kämpfen und plant offenbar 12.000 Stellen zu streichen. Am Montagmorgen sind die Aktien des chinesischen Unternehmens in Shanghai um 10 Prozent gefallen, in Hong Kong sogar um 15 Prozent. Zuvor hatte ZTE eine Gewinnwarnung herausgegeben. Das Unternhemen rechnet damit, dass der Gewinn des ersten Halbjahres im Vergleich zum Vorjahr um 60 bis 80 Prozent gesunken ist.
Das Unternehmen soll einen Nettogewinn zwischen 154 Millionen (24 Millionen US-Dollar) und 308 Millionen Yuan erzielt haben. Im letzten Jahr lag der Gewinn noch bei 769,3 Millionen Yuan für den gleichen Zeitraum. Die Einbußen lassen sich auf verschiedene Gründe zurückführen. Zum einen soll sich eine Beteiligung an Nationz Technologies nicht wie erwartet entwickelt haben. Zum anderen hat das Unternehmen mit starker Konkurrenz am Markt zu kämpfen.
Als Konsequenz plant ZTE nun 12.000 Stellen zu streichen. Das berichtet Mobile Business Briefing unter Berufung auf Marbridge Daily. Die Stellen sollen noch in diesem Jahr wegfallen. Vorraussichtlich handelt es sich dabei hauptsächlich um Stellen außerhalb Chinas.
Das Nachrichtenportal Euronews berichtet zudem, dass das FBI gegen ZTE ermittelt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, illegal, amerikanische Produkte in den Iran zu verkaufen.
In Deutschland ist ZTE hauptsächlich als Produzent der Base-Smartphones Lutea und Lutea 2 sowie der Schwestermodelle Medion Life P4310 und ZTE Skate bekannt. Mit dem ZTE Atlas und dem ZTE Grand X LTE hat das Unternehmen zwei weitere Smartphones unter Eigennamen für Deutschland angekündigt.
vom 16.07.2012