Aufgrund von Markt-Turbulenzen
E-Plus und O2: Vorerst keine Fusion in Sicht

Seit Anfang Juni mehren sich die Gerüchte, dass E-Plus und O2 hierzulande fusionieren könnten. Entsprechende Pläne legte die niederländische E-Plus-Mutter KPN jedoch nun vorerst auf Eis, wie aus der offiziellen Pressemitteilung hervorgeht. Grund für die Beendigung der Gespräche sei die momentane Instabilität der Finanzmärkte.
Konkret spricht KPN in der Mitteilung zwar nicht von O2. Angesichts der Hinweise der vergangenen Tage ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass der niederländische Mobilfunkanbieter mit Telefónica Verhandlungen geführt hatte.
Anlass für eine mögliche Fusion von E-Plus und O2 waren strategische Überlegungen. So möchte KPN vermeiden, weitere Anteile an den mexikanischen Mobilfunker América Móvil abzutreten und ihm damit mehr Kontrolle über das Unternehmen zu gewähren.
América Móvil, der größte Netzanbieter Lateinamerikas und im Besitz des Milliardärs Carlos Slim, hatte vor einigen Wochen angekündigt, seinen Anteil an dem niederländischen Unternehmen KPN von knapp 5 auf 28 Prozent erhöhen zu wollen. KPN allerdings hält die gebotenen acht Euro pro Aktie für zu gering und dem Potential des Konzerns nicht angemessen.
vom 21.06.2012