HTC-Tablets von Windows 8 ausgeschlossen
Microsoft plant angeblich HTC-Boykott

Mit HTC geht es weiter bergab. Nach den Hiobsbotschaften vergangener Tage scheint sich nun auch Microsoft gegen die Taiwaner zu wenden. So sollen HTC-Geräte von Windows 8 ausgeschlossen werden, meldet die Nachrichtenagentur "Bloomberg" und beruft sich dabei auf Insider-Quellen. Offiziell bestätigt wurde die Meldung bislang jedoch nicht.
Als Grund für Microsofts angebliches HTC-Boykott werden unter anderem stagnierende Verkaufszahlen genannt. Konkret geht es hierbei um Tablets, die vom Ausschluss von Windows 8 betroffen wären. HTC verfüge nicht über genug Erfahrung, um Tablets herzustellen, so die anonymen Quellen gegenüber "Bloomberg". Zudem wollte sich der taiwanische Hersteller bei seinen Windows-Tablets mit einem eigenen Homescreen von der Masse abheben - eine Idee, von der sich Microsoft alles andere als begeistert gezeigt haben soll.
Falls sich das Gerücht bewahrheiten sollte, könnte dies eine weitere erhebliche Hürde für HTC bedeuten. Ohne Microsofts Unterstützung dürften es die Taiwaner deutlich schwerer haben, mit Apple und Co. zu konkurrieren.
Zuvor hat bereits der Chip-Hersteller Qualcomm seine Lieferungen an HTC reduziert. Zudem fiel der Aktienwert des taiwanischen Unternehmens innerhalb des vergangenen Jahres um ganze 68 Prozent. Insgesamt zeichnet sich eine allgemeine Marginalisierung HTCs ab: Die Platzhirsche Apple und Samsung verdrängen die Taiwaner immer weiter vom Markt.
vom 08.06.2012