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Studie der Stanford University

Optimierte Webseiten sind geringere Stromfresser

Akku iPhone

Neben dem Display und der Konnektivität gibt es weitere Faktoren, die die Akkulaufzeit eines Mobilgeräts beeinträchtigen können. So kann das Aufrufen von Webseiten dem Gerät unterschiedlich viel Strom abverlangen. Ist eine Seite beispielsweise nicht für Tablets optimiert, brauchen diese sogar bei einfach gehaltenen Internetauftritten um bis zu einem Drittel mehr Strom. Entsprechend hoch ist das Energiesparpotenzial bei Optimierung von Webseiten.

Wikipedia-Aufruf kostet einen Prozent

Für das Testunterfangen koppelten die Forscher von der Stanford University ein Android-Smartphone mit einem Multimeter und riefen danach via 3G-Verbindung 25 populäre Seiten auf. Das Laden des mobilen Wikipedia-Auftritts verbrauchte dabei bereits einen Prozent der Batterie-Kapazität. Das Aufrufen der Homepage von Apple, von der es keine optimierte Version für Tablets und Telefone gibt, hingegen verbrauchte 40 Prozent mehr "Saft".

Allerdings war diese Methode den Forschern nicht sauber genug, da sie auch den Energieverbrauch des Downloads der Seitenelemente ins Ergebnis mischte. Also speicherten sie die Seiten für einen zweiten Versuch vorab lokal, um ausschließlich die Akkubelastung zu erfassen, die durch die Darstellung im Browser entsteht.

Ungenutzte Elemente als Stromfresser

Die Experten konnten feststellen, dass auch viele der "mobil gemachten" Internetauftritte zahlreiche Codebestandteile und Elemente verwendeten, die nur zu geringen Teilen oder gar nicht verwendet wurden. So greift der Auftritt der Wikipedia beispielsweise via Javascript auf eine größere Bibliothek mit verschiedenen Navigationsmechanismen zu, verwendet davon aber nur einen zum Auf- und Zuklappen von Inhalten.

Über die Optimierung der Javascript-Datei sowie Änderungen am Stylesheet und Bildern konnten sie den Aufwand für das Rendern der Seite von 35 auf 25 Joules verringern, was einer Ersparnis von 29 Prozent entspricht. Alleine die Tatsache, dass nur noch die benötigten Bestandteile der Navigations-Bibliothek geladen wurden, machte mit 5,5 Joules einen Großteil dieser Differenz aus.

Daraus ziehen die Forscher den Schluss, dass nicht nur schönes Seitendesign und schnelle Ladezeiten alleine ausschlaggebend sind. Sie gehen davon aus, dass Nutzer auf Dauer stromfressende Webauftritte meiden. Ihre Ergebnisse werden sie im Laufe dieser Woche auf der World Wide Web 2012 Conference im französischen Lyon präsentieren, die vorgestern, Montag, eröffnet wurde.(pte)

vom 18.04.2012
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