Nokia setzt auf den Fachhandel
Point of Sale im Fokus
Bei der Vermarktung der Handys und Smartphones fährt Nokia inzwischen eine geänderte Strategie, die den Fachhandel am Point of Sale in den Fokus nimmt: „Der Fachhandel ist für Nokia wichtig, da er unsere Produkte erlebbar macht, Beratungskompetenz hat und weniger preisgetrieben als der Online-Handel ist“, so Ulrich. Grundsätzlich verfolge man bei Nokia mittlerweile wieder das Ziel, den Fachverkäufer im Shop zum Zeitpunkt des Marktstarts bereits perfekt für das neue Produkt geschult zu haben.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Retail-Kette komplett umgestellt. „Alles, was wir bisher hintenan gestellt haben, machen wir jetzt vor dem Produktstart“, erklärt Ulrich. Die Händler werden schon bei der Vorstellung eines Produkts mit allen Informationen zum neuen Gerät ausgestattet. Gleichzeitig wird die Schulung der Mitarbeiter am Point of Sale in Angriff genommen. So wurden zum Beispiel beim Start des Lumia 800 innerhalb von drei Wochen vor dem Produktstart 1.500 Trainings in 6.000 Shops mit 15.000 Mitarbeitern durchgeführt. Zum Einsatz kommen bei der Schulung vor allem Online-Tools.
Die Präsentation neuer Geräte in den Shops soll nicht nur durch entsprechende Präsentationsmöbel, sondern auch mit einer neuen Software unterstützt werden: Die Lumia-Smartphones werden als Demo-Geräte mit einem „Retail Mode“ ausgestattet. An Stelle eines schwarzen Bildschirms läuft eine Präsentation. Zudem sind bestimmte Funktionen des Geräts zu Präsentationszwecken freigeschaltet. Die Demo-Geräte, vor allem des Lumia 800 und 900, sollen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen: „Jeder Händler, der das Produkt verkauft und den Schulungsaufwand betreibt, soll ein Demo-Gerät vor Ort haben.“ Mit konkreten Abnahme-Erwartungen verknüpft Nokia diesen Service laut Ulrich nicht: „Die positiven Erfahrungen beim Lumia 800 bestärken uns auf diesem Kurs.“
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